Macht Mehl wirklich dick?

Mythos oder Wahrheit: Erfahren Sie, was das Mehl tatsächlich mit unserem Körper macht.
Es ist nicht unser Mehl selbst, welches das weiße Gold in Hüftgold umwandelt und das mit jedem Bissen vom leckeren Marmeladenbrötchen am Frühstückstisch die Waage ausschlagen lässt. Wie immer gilt, Genuss in Maßen und nicht in Massen. Klar haben Mehl und somit auch Backwaren aus Mehl viele Kohlenhydrate und bis zu 250 Kilokalorien auf 100 Gramm. Das können pro Weißbrotschnitte schon zehn Prozent des täglichen Bedarfs sein – ohne Belag. Greift man stattdessen zur Vollkornschnitte, reduziert sich die Kalorienanzahl bereits um über die Hälfte.

Die Größe spielt keine Rolle

Selten ist ein großes Brötchen aus dem Supermarkt besser als ein kleines, handgemachtes Brötchen vom Bäcker um die Ecke. Eine alte Bäckerweisheit bringt es auf den Punkt: „Luft schmeckt nach nix.“ Spätestens beim Sättigungsgefühl muss der Verbraucher feststellen, dass hier der Schein der Größe trügt und man schneller wieder Hunger hat. Daher kommt wohl auch der Begriff „leere Kalorien“, wenn vor dem Verzehr von Mehlprodukten abgeraten wird. Was nach viel aussieht, enthält zudem weniger gesunde Mineralstoffe als die Brötchen aus unserem besten Mehl von Bäckern aus der Region. Sie backen mit Liebe kleine Brötchen, bei denen der Geschmack eine echte Chance hat.

Der Belag macht’s fett

Unabhängig vom Kaloriengehalt des Brötchens gibt es Meinungen von Experten, die behaupten, dass die Deutschen nicht von den Backwaren dick werden, sondern von dem, was sie sich darauf schmieren: Butter, Fleischsalat, Wurst und Käse, Nuss-Nougat-Cremes sind dabei die üblichen Verdächtigen. Fettarmer Käse, Magerquark, Putenbrust mit Gemüse und Kräutern wären empfehlenswertere und kaloriensparsamere Alternativen. Da darf es auch ruhig mal eine Semmel zum Frühstück sein.

Voll Korn, voll gesund

Weizenmehl hat im Vergleich zu Roggen- oder Vollkornmehl weniger Mineralstoffe. Das ist kein Geheimnis und wird auch durch die niedrige Typenbezeichnung gekennzeichnet. Je dunkler das Mehl und je höher der Mehltyp, desto nährstoffreicher wird das Mehl. Vollkornbackwaren beispielsweise können Übergewicht sogar verhindern, da sie vor allem aus langkettigen Kohlenhydraten bestehen. Die machen länger satt und verhindern Heißhungerattacken – ideal für Diabetiker. Zudem liefert dunkles Mehl viele Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung und B-Vitamine für starke Nerven und die allgemeine Vitalität.

Im Rahmen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung wäre es somit kontraproduktiv vollständig auf unser bestes Mehl und Backwaren zu verzichten, da so dem Körper wichtige Inhaltsstoffe vorenthalten werden.

Tipp: Beim Abnehmen kommt es hauptsächlich darauf an, weniger Energie in Form von Kalorien aufzunehmen, als man verbraucht. Das Mehl alleine macht jedenfalls nicht dick.